Roslyn, dem Ziel von Dienstag!
Aber hier nun nachgeliefert: Wir sind am Dienstag morgens wie erwartet
vor dem Wecker wach geworden. Es war in der Tat eine interessante
Nacht, mit Polizei und Feuerwehr Aufgebot und morgens mit einem Mädel
mit aufgeschlagener Nase… But anyway, wir waren erstmal lecker
frühstücken, haben ausgecheckt und waren 9 Uhr in der Innenstadt. Um
die Zeit bis zu unserer 10 Uhr Seattle Underground Tour tot zu
kriegen, sind wir einfach ein wenig durch die Stadt geschlendert. War
aber nur halb so spektakulär, schließlich haben wir ja alles schon mal
gesehen.. ;)
Punkt 10 ging es nach einer kleinen aber sehr guten Erläuterung der
Geschichte von Seattle und dem Kennenlernen eines
Mädchen-Synchronschwimmer-Teams (in Seattle fanden die Nationals
statt), mit unserem Guide Jeremy los in den Untergrund.
Hier Geschichte, gefunden bei Wikipedia:
Seattle liegt direkt an der Elliot-Bucht und somit auf Höhe des
Meeresspiegels, weshalb es bei Flut oft überschwemmt wurde. Auch das
1881 eingeführte Abwassersystem mit Wasserspülung war nur bei Ebbe
funktionsfähig, bei Flut spülten die Toiletten rückwärts.
Das Geschäftsviertel in der Innenstadt mit seinen Holzhäusern, der
sogenannte „Business District“, brannte beim Großen Brand von Seattle
am 6. Juni 1889 vollständig nieder. Die Stadt verbot daraufhin
hölzerne Gebäude und beschloss, Teile der Stadt „anzuheben“, um
dadurch die Probleme zu lösen. Dazu wurden die Steilufer zum Puget
Sound hin abgetragen. Die Straßen wurden mit dem Abraum angefüllt und
erhielten dadurch eine gleichmäßigere Steigung.
Da diese Geländearbeiten aber nur langsam vorankamen, wurden die neuen
Gebäude vom alten Straßenniveau ausgehend errichtet. Durch das spätere
Anheben der Straßen um bis zu zehn Meter entstand eine stellenweise
extrem gefährliche Höhendifferenz zwischen Straße und Gehsteig,
weshalb im Laufe der Zeit die Gehsteige auf dem neuen Straßenniveau
überdeckt und die Hauseingänge in höhere, jetzt "ebenerdige"
Stockwerke verlegt wurden. Die ehemaligen Erdgeschosse wurden zu
Kellern.
Anbei ein paar Eindrücke von der Underground tour. Wer mal hier sein
sollte: Es lohnt sich auf jeden Fall!





Unser Guide Jeremy ist ein sehr netter und enthusiastischer
Geschichtenerzähler. Wir haben immer Glück mit unseren Guides. Nach
dem sehr genialen Rafting Guide Steven vor 2 Jahren http://www.webjam.com/gowest/blog/$gowest/2009/06/16/tag_18_der_14juni_2009_rafting_tour_und_offroad
hatten wir wieder einen Glücksgriff gemacht. Jeremy ist eigentlich
Schriftsteller und Schauspieler, und macht diese Touren um zu „üben“.
Das macht er gut, denn wir hatten wirklich das Gefühl dass es ihm
richtig derbe Spass macht uns durch die Stadt unter der Stadt zu
führen. Er kam mit uns ins Gespräch, da wir uns immer etwas
zurückfallen ließen um in Ruhe unsere Fotos zu machen und alle auf uns
warten mussten. Jeremy ist ein german american, nannte mich Fräulein
und sagte ständig „Urlaub“ und „Aufzug“. Zum Schluss noch ein „Auf
Wiedersehen“… ob er das bei jedem Deutschen macht den er auf seinen
Touren trifft?
Der Weg nach Roslyn war relativ unspektakulär… REI, Seattle Outlet
Center, Roslyn.
Roslyn war heute definitv unser Highlight des Tages:
Wir fuhren um 21.30 Uhr vor dem Huckleberry House vor, eine Empfehlung
von Derek. Das Haus war bis auf eine Stehlampe komplett dunkel.
Ich bin dann mal im Auto sitzen geblieben.. ;) während Jochen sich
ins dunkle Haus gewagt hat, schließlich waren alle Türen offen.
Nachdem er vergeblich ins Haus gerufen hat, einmal außen rum gelaufen
ist und auch beim Nachbarn mal geschaut hat ob da Licht ist, kam er
zurück. Was nun? Wir fuhren zu einer Bar in der Nähe und riefen Sybil
an (die Besitzerin). Die meinte dann sie wohne im Haus nebenan und
hätte uns nicht gesehen… naja, alles klar.. also wieder zurück.
Dort erfuhren wir von einer etwas verpeilten, aber sehr netten
Lady, dass wir die einzige Gäste sind, gerne Kühlschrank und alles
andere was so in der Küche rumfliegt leer machen können.
Wir fragten ob wir das Haus abschließen sollen… Abschließen? Sowas
gibt es in Roslyn nicht… Okaaaayyyyy… Ich hab uns trotzdem
eingesperrt. Aber genauso wie es das nicht gibt, scheint es auch weder
Netz noch WiFi zu geben. Zumindest war es nicht stark genug um uns in
dem großen Haus zu erreichen... Bevor sie uns allein lies fragte sie
noch: Wann wir aufbrechen wollen am nächsten Tag? Naja, recht früh,
wir sind schließlich nur auf der Durchreise. Sie blickte uns ganz
überrascht an und fragte irritiert: „Also seid ihr nicht wegen der
berühmten Bar hier?“…
Wer von euch fleißigen Lesern kann mir sagen, warum Roslyn in
Amerika so bekannt ist? (Derek, du darfst nicht mitraten!). ;)
Am nächsten Tag sollte es nach West.- Yellowstone mit einem kurzen
Abstecher zu Derek nach Missoula gehen. Es wird ein reiner Fahrtag,
also wird es nicht sooo viel zu berichten geben..
Update:
Hier noch ein paar weitere Bilder der Underground Tour:
Und hier noch Bilder vom Huckleberry House und Roslyn:
Gefahrene Meilen heute: 169 (273 km)











Interessant. Wichtigste Frage: regnet es;-)
AntwortenLöschenHi Mirko,
AntwortenLöschenAm Dienstag war's nur bewölkt.. Ich muss zugeben dass wir am Mittwoch, also gestern kurz vor Missoula durch einen heftigen Regenschauer mussten, Bilder kommen noch.. Aber heute war der Hammer.. Im YNP bei Sonne pur und 28 Grad. Warte bis du die Fotos siehst!!!
Wünsche dir und Ramona tolle 3 Wochen.... Äähhhh... Monate mit dem Kleinen!
LG C&J